Abgefunden

„Er hat gleich Zeit für Sie. Nehmen Sie doch noch für einen Moment Platz.“
Ich sehe ihn durch die angelehnte Tür seines Büros, rauchend, die Füße auf dem Schreibtisch abgelegt, entspannt. Der Geruch von frisch gebrühtem Kaffee dringt durch den Spalt. Sie steht auf, schließt leise die Tür.
„Möchten Sie einen Kaffee? Es kann noch eine Weile dauern.“

Ich sehe aus dem Fenster, blicke auf den Firmenpark, jene noch verbliebenen vierzehn stolzen Bäume, auf den ausgetretenen Weg, der sich zwischen ihnen hindurchwindet, mit den aus dem Boden herausgewachsenen armdicken Wurzeln.

Ich hatte zuvor nie genau gewusst, wo dieses Büro war. Zu viel Arbeit, alles andere war wichtiger.
Die Tür öffnet sich, ich werde hereingebeten. Während er redet, legt er den Vertrag auf den Tisch. Sein Firmenkugelschreiber fährt über das Papier, tausendfach geübte Signatur, routiniert, zelebrierte Monotonie. Ich unterschreibe. Wir unterhalten uns. Belangloses, nichts was berührt. Er reicht mir die Hand. Zögernd ergreife ich sie. Kein spürbarer Druck, schlanke gepflegte Finger, die sich geschickt aus meiner Hand stehlen.

Ich gehe durch das kleine Wäldchen zurück zu den Umkleideräumen am Ende des angrenzenden Hangars, blicke zurück, sehe diese Gestalt am Fenster, mit ihren vor der Brust verschränkten Armen, auf und ab wippend, auf und ab, schaue wieder nach vorn. Ich stemme den Gehstock fest auf den Boden, bei jedem Schritt, fühle den Blick eines mit sich zufriedenen Mannes in meinem Rücken. Die Welt hinter mir verschwindet im Nebel. Schnell verblassende Vergangenheit

 

 

 

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